Wilhelmshaven - Genealogie

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Ortsbezeichnungen
Wilhelmshaven / Neuende / Heppens / Bant / Rüstringen / Sengwarden / Fedderwarden
Bezeichnungen der Ortsnamen im Laufe der Jahrhunderte
Diese Seite habe ich ohne eine Auflistung im Hauptmenü eingearbeitet, da die beschriebenen Orte nicht zur Friesischen Wehde gehören.
Es werden gemäß den Angaben im Geschichtlichem Ortsverzeichnis GOV für Wilhelmshaven immer wieder verschiedene Ortsangaben genutzt.
Die Beschreibungen unten dienen nur für die in meiner Datenbank genutzten Orte zur Orientierung, um für jeden Ort je nach deren Geschichte eine genaue Ortsangabe zu erhalten.
Eine kleine geschichtliche Abhandlung für Wilhelmshaven:
(und Umgebung)

Vorgeschichte
Auf dem Territorium, auf dem sich heute die Stadt Wilhelmshaven befindet, gab es vor 1853 nur die beiden kleine dörflichen Gemeinden Neuende und Heppens, sowie hinter der Maade, einem Entwässerungstief, am westliche Rand die Kirchenspiele Fedderwarden, Sengwarden und Accum. Diese bildeten zeitweilig die politisch selbständige Herrlichkeit Kniphausen. Die Gemeinden gehörten damals zur Grafschaft Oldenburg, welche wiederum in der Herrschaft Jever lagen (-1811). Nach 1814 bis zum 31.10.1902 wurde die Herrschaft zum Amt Jever
(wenn keine Ortsbezeichnung gelistet ist,
ist diese nicht in meiner Datenbank)
Neuende, Jever, Oldenburg, Deuschland
Kirchenbücher ab 1639

Heppens, Jever, Oldenburg, Deuschland
Kirchenbücher ab 1642
Aldenburg
Aldenburg liegt im Westen von Wilhelmshaven und entstand kurz nach der Jahrhundertwende.
Zu jener Zeit erwarb der Gemeindebaumeister Ibo Koch von der Gemeinde Accum große Ländereien, um diese zu bebauen. Bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurden so in Aldenburg 72 Häuser errichtet. Ab den 1960er-Jahren erfolgte die Bebauung des Viertels Wiesenhof und in den frühen 80er-Jahren die Errichtung eines Wohngebietes auf dem Gelände des ehemaligen Fort Schaar.
Altengroden
Der Stadtteil Altengroden ist nach einer Bauernschaft der ehemaligen Gemeinde Neuende benannt. Altengroden wurde 1828 erstmals im amtlichen Verzeichnis aufgeführt.
Altengroden, Jever, Oldenburg, Deuschland

Ebkeriege
Ursprünglich Name für den nach 1000 erbauten südlichen Maadedeich, zwischen der heutigen Schaarreihe und Mariensiel (Gemeinde Sande).
Dieser Deichzug, jetzt Straßen- und Stadtteilname, ist nach dem Besitzer der Landstelle am östlichen Ende der Riege (=Reihe), dem Scheling Ebbeke oder Ibbeke, benannt worden. Als Scheling (=Deichrichter) hatte er die Aufsicht auf die den Deichpflichtigen obliegenden Unterhaltungsarbeiten am Deich.

Himmelreich - Coldewei
Als sich Fischer und Landwirte um 1600 am nördl. Maadedeich niederließen, dürfte die alte Wohnsiedlung Coldewei entstanden sein. Nach 1900 war die Entwicklung eng mit der von Himmelreich verbunden. Dessen Name geht auf den friesischen Namen „Hammrich" zurück, was soviel wie Grünland oder Weide bedeutet. Die Siedlung entstand rund um die Himmelreicher Ziegelei.

Langewerth
Die drei Hektar große Dorfwurt (Langewerth = lange Wurt) bestand schon auf dem nördlichen Maadeufer, bevor dieses eingedeicht wurde. 1972 wurden Siedlungsreste aus dem 8. und 9. Jahrhundert gefunden. Langewerth wurde erstmals 1437 urkundlich erwähnt.
Langewerth, Accum, Jever, Oldenburg, Deutschland
Langewerth, Accum, Kniphausen, Oldenburg, Deutschland

Maadebogen
Der Stadtteil Maadebogen ist nach dem Wilhelmshavener Fluss Maade benannt. Die Maade ist heute ein Sieltief, das in die Jade entwässert. Der Name wird von dem friesischen Wort „mada“ – Wiese, sumpfiges, mooriges Erdreich – abgeleitet.

Schaar
Bis zum 16. Jh. war die Maadebucht ein breiter Meeresarm mit einem guten Fahrwasser. Am südöstlichen Ufer lag der Hafen Schaar ("schar" = Platz mit direktem Zugang zum Wasser). Als Hafen der friesischen Häuptlinge von Rüstringen, die auf der Sibetsburg wohnten, wurde Schaar auch von den Kaperschiffen der Vitalienbrüder, den Verbündeten der Häuptlinge, angelaufen.
Schaar, Jever, Oldenburg, Deutschland

Sengwarden
Im Mittelalter war Sengwarden zunächst eigenständige Herrlichkeit, ehe es zur Herrlichkeit von Inn- und Knyphausen zusammengelegt wurde. Bis heute hat das Wurtendorf Sengwarden seinen überwiegend dörflichen, besonders durch die Landwirtschaft geprägten Charakter weitgehend erhalten.
Sengwarden, Jever, Oldenburg, Deutschland

Siebethsburg
Der Stadtteil Siebethsburg entstand aus dem Gelände rund um die mittelalterliche „Sibetsburg".
Diese Burg des Häuptlings Edo Wiemken des Älteren und von Sibet wurde 1383 erbaut, 1433 durch die Hansestadt Hamburg belagert und 1435 durch die Hansestadt Bremen zerstört.

Voslapp
Alt-Voslapp hieß ein kleiner Ortsteil der früheren Gemeinde Sengwarden. 1937 wurde der nördliche Teil des Fedderwarder Bau- und Andelgrodens für die Anlage einer Siedlung genutzt. Sie sollte der Unterbringung von Arbeitern der Marinewerft dienen. Mit dem Bau wurde 1938 begonnen.

1853 Königliches Preußisches Jadegebiet
Am 20.07.1853 wurden per Vertrag mit dem Großherzog Nikolaus Friedrich Peter von Oldenburg zwei Gebietsteile am Jadebusen an Preußen abgetreten. Durch geschickt eingefädelten Landkäufe auf dem südlichen Teil der Gemeinde Heppens wurde die Preußische Stadt Wilhelmshaven gegründet. Erst ab diesem Zeitpunkt gab es Wilhelmshaven, direkt angrenzend aber noch weiterhin die Gemeinden Heppens und Neuende.
Wilhelmshaven, Wittmund, Preußen, Deutschland
Die Stadt Wilhelmshaven unterstand demzufolge den preußischen Gesetzen. Verwaltet wurde dieser Bereich durch den Landkreis Wittmund 2), welches wiederum zum Land Hannover / Freistaat Preußen gehörte. Heppens und Neuende dagegen wurden weiterhin von Oldenburg bzw. von Jever verwaltet. Jede dieser drei Ortschaften besaß eine eigene souveräne Verwaltung mit Standesamt, Kirche, Schule usw.
Heppens, Jever, Oldenburg, Deutschland
Neuende, Jever, Oldenburg, Deutschland
17. Juni 1869 Namensgebung "Wilhelmshaven"
1869 bis 1873 ist WHV Gemeinde
Wilhelmshaven erhielt seinen Namen im Juni 1869 durch König Wilhelm I. von Preußen, den späteren Deutschen Kaiser
1869 bis 31.03.1919 gehört WHV zum Kreis Wittmund 1)
Wilhelmshaven, Wittmund, Preußen, Deutschland
ab 1873 bis 31.03.1919 Stadt (Gebietskörperschaft)
13.03.1879 Gemeinde Bant entsteht
Als es in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts durch den Kriegshafenbau zigtausende Arbeiter aus alle Teilen des Reiches nach Wilhelmshaven zog, entstanden auf dem Territorium der Oldenburgischen Gemeinde Neuende die großen Arbeiterkolonien Belfort und Sedan, sowie für Eisenbahner die Siedlung Metz. Die bisherigen auschließlich bäuerlichen wohlhabenden Neuender Grundbesitzer sahen darin eine große Gefahr. Man befürchtete durch dem Zuzug einer großen Anzahl vermögensloser Arbeiter nicht nur den gewohnten politischen Einfluss zu verlieren, sondern durch die oftmals mitkommenden großen Arbeiterfamilien ein Anschwellen der Armenlast, so das man sich in Neuende bemühte die entstandenen Arbeitersiedlungen in Belfort, Sedan und Metz zu einer neuen selbständigen Gemeinde zusammenzufassen, um diese dann politsch von Neuende abzutrennen.
Am 01.11.1879 entstand dadurch die neue Gemende Bant. Kirchlich wurde Bant jedoch weiterhin bis zum 01.04.1886 von der Kirchengemeinde Neuende betreut.
Bant, Jever, Oldenburg, Deutschland

01.05.1911 Zusammenschluss von Bant, Heppens und Neuende zur Stadt Rüstringen
Nachdem bereits 1902 unter Beibehaltung der drei Gemeinden Neuende, Heppens und Bant ein Amt Rüstringen gegründet wurde, schlossen sich die Oldenburgischen Gemeinden am 01. Mai 1911 zu der rund 48.000 Einwohner zählenden Oldenburgischen Stadt Rüstringen zusammen 7). Daneben gab es immer noch die kleine Preußische Stadt Wilhelmshaven.
01.05.1911 - 31.03.1937 Kreisfreie Stadt Rüstringen 4)
Rüstringen, Oldenburg, Oldenburg, Deuschland
Heppens, Oldenburg, Oldenburg, Deuschland
Neuende, Oldenburg, Oldenburg, Deuschland
ab 1918 (bis 1933)
Freistaat Oldenburg
-"-, ,Oldenburg, Deutschland

ab 01.04.1919 bis 1946 Stadtkreis
01.04.1919 bis 51.03.1937 Regierungsbezirk Aurich, Provinz Hannover

Wilhelmshaven, Hannover, Preußen, Deutschland
Rüstringen, Wilhelmshaven, Hannover, Preußen, Deutschland
Heppens, Wilhelmshaven, Hannover, Preußen, Deutschland
Neuende, Wilhelmshaven, Hannover, Preußen, Deutschland
Bant, Wilhelmshaven, Hannover, Preußen, Deutschland

01.04.1937 Vereinigung von Rüstringen und Wilhelmshaven
Erst durch das "Gesetz über Groß Hamburg und anderer Gebietsbereinigungen vom 26.01.1937" wurde am 01.04.1837 aus dem Zusammenschluss der Oldenburgischen Stadt Rüstringen und der Preußischen Stadt Wilhelmshaven die heutige Stadt Wilhelmshaven 7) Die preußische Stadt Wilhelmshaven kam zu Oldenburg 8).

Wilhelmshaven, Oldenburg, Oldenburg, Deutschland


1938 Eingemeindung der Gemeinde Fedderwarden / Fedderwardengroden
Fedderwarden ist aus einer bäuerlichen Wurtensiedlung (Wurt = angelegte Aufschüttung, die Gehöfte und Siedlungen vor Sturmfluten schützen soll) hervorgegangen. Der Name geht vermutlich auf den Personennamen Feddo, Fedder oder auf den Familiennamen Fedeninga zurück. Die Endung „warden“ steht für den Begriff Wurt und „Groden“ bezeichnet durch Deichbau und Entwässerung aus der See gewonnene, sehr flache Marschlandschaften
Fedderwarden, Wilhelmshaven, Oldenburg, Oldenburg, Deutschland

ab 1946 ist WHV Kreisfreie Stadt
ab 01.11.1946
Gründung des Landes Niedersachsen.
Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland

1948 Fedderwarden geht zu Sengwarden
1972 Eingemeindung der Gemeinde Sengwarden
Sengwarden, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland
Rüstringen, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland
Fedderwarden, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland
Heppens, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland
Neuende, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland
Bant, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, Niedersachsen, Deutschland


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